2009

Urlaub an und auf der Saale

Am Beginn der Fahrt hat Lena ständig versucht ins Wasser zu beißen bzw. mit der Pfote getestet ob das Wasser eventuell trägt um aussteigen zu können. Sie konnte sich lange nicht damit abfinden in dieser "Schale" bleiben zu müssen 

Eine Kanufahrt auf der Saale wollten wir uns auch in diesem Urlaub wieder gönnen. Zu schön ist es, den ganzen Tag auf dem Wasser, umgeben von herrlichster Natur. Die Artenvielfalt in der Region begeistert mich stets aufs Neue. Auf unserer Fahrt trafen wir etliche Stockentenmütter mit ihren Kücken, mehrere Fischreiher, Nutria, Wasserratten, verschiedenste Singvogelarten und den überaus seltenen Eisvogel. Bevor das herangezogene Gewitter seine Schleusen öffnete, fanden wir Unterschlupf in einer Gaststätte am Ufer. Nach einer Stunde konnten wir unsere Fahrt fortsetzen und kamen trocken an. Mit Lena und Frieda an Bord waren wir sicherlich eine ungewöhnliche Besatzung, jedenfalls ist auf der ganzen Fahrt Niemand an uns vorbei gekommen, ohne einen Kommentar ab zu geben.

Oben auf dem Fels thront die Burg Saaleck

wenige Kilometer weiter Flußabwärts sind aus den Felshängen Weinberge geworden

Die meiste Zeit der Fahrt ist man mit sich, Wasser und Natur allein.

wieder da!

Frieda in ihrem Element - rennen

 

Wir sind wieder zu Hause. Eine erlebnisreiche Urlaubswoche im schönen Saale-Unstrut-Tal liegt hinter uns. Mein Computer kam verspätet aus der „Runderneuerung“ zurück, so kann ich erst jetzt wieder aktuell berichten.

Unsere beiden Schwangeren, Trine und Lucy, waren glücklich uns wieder zu haben. Lena konnten wir, quasi auf dem Weg nach Hause, am Rande einer Hundeausstellung in Meisdorf, ankören. Den Wesenstest hat sie bestens bestanden und der bewertende Richter, der sich ausdrücklich nicht als Show- sondern als Zuchtrichter versteht, war sehr begeistert von ihr.

Weil es einfach schön ist im Saale-Unstrut-Tal und weil es sich gut mit familiären Ereignissen und Besuchen von Freunden verbinden lässt, buchten wir für 7 Tage einen Wohnwagen auf dem Campingplatz Blütengrund (www.campingnaumburg.de), direkt am Zusammenfluss von Saale und Unstrut. Der Wohnwagen war sehr freundlich eingerichtet, wirklich mit Allem was man benötigt. Außerdem ist um das Quartier ein kleines Gärtchen eingezäunt, in dem die Hunde sich frei bewegen können.

Es ist nicht nur ein herrliches Fleckchen Erde, Hundehalter sind dort sehr herzlich willkommen. Die Hunde haben reichlich Möglichkeiten zum Toben, zum Baden und auf dem angrenzenden Hundeplatz zum Üben. Umliegend gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten in herrlichster Natur. Die gesamte Atmosphäre auf dem Platz ist angenehm Hunde freundlich. Wer das Abenteuer liebt, kann mit Hund eine Kanu Tour auf der Saale oder Unstrut unternehmen. Wir trauten uns wiederholt mit zwei Hunden. Später dazu mehr.

Weil die Inhaberin des Platzes selbst Bearded Collies züchtet (beardiemeute.net) haben wir uns gelegentlich auf dem Platz getroffen und die Meute, zu unserem Vergnügen, ausgiebig toben lassen.

 

Linda versucht ihre Beardies ab zu legen, damit sie einen Knüppel ins Wasser werfen kann

 

gespanntes Warten auf den Beginn der Hatz nach der Beute

 

die Startposition wird noch einmal "nachgebessert"

 

weil Lindas Meute erst einmal mit sich selbst zu tun hatte, konnte Frieda als Erste bei der Beute sein, bekam jedoch schnell Konkurrenz

 

kurzzeitig hing auch Balou mit am Holz, dem wurde es jedoch schnell zu eng zwischen den Kämpfern

 

durch den "Kampf" geraten bei Beiden die Hinterläufe immer weiter in die Tiefe, sie planschen mit den Vorderläufen als wären sie kurz vor dem Ertrinken

 

Frieda (rechts) kurz vor dem Untergang, der sie zum Aufgeben zwingt

 

Sommerspaziergang

Kaffeezeit nach dem Spaziergang - Dieter hat die Decken für die Bänke geholt, ich den Kaffe gekocht. Als ich hinaus komme schläft Dieter auf der Bank und der Tisch ist schon besetzt.

Nachdem den Himmel seine Schleusen endlich geschlossen hatte, machten wir uns auf den Weg zu einer Hunderunde. Die nassen Wiesen und das Bad im nahe gelegenen Gewässer verwandelten die Hunde mal wieder in urige Zottelmonster. Unterwegs entdeckten wir wieder Allerlei – kein Fotoapparat dabei! So bin ich mit Trine noch einmal losgezogen, Kater Cleo begleitete uns.

ein weiches Kissen wäre wahrlich gemütlicher

Cleo - unser "fünfter Hund"

von den Meisten unbemerkt, blühen die Linden in voller Pracht.

die Kühe kommen gerannt - sie wollen wissen, was ich da unter der Linde so treibe

meine beiden Begleiter warten geduldig bis es weiter geht...

Die Kirschen liegen hier quasi auf der Strasse. Der Sturm hat das schwer beladene Bäumchen umgebogen.

Die Miniermotte, die die braunen Flecken auf den Blättern verursacht, macht den Kastanienbäumen auch in diesem Jahr sehr zu schaffen. Die Motte lebt in den Bättern und frisst die Zellen, diei die Photosynthese betreiben. Ohne Photosynthese kann keine Pflanze wachsen und gedeihen . Die ersten kleinen Kastanien sind schon dran, an diesem Baum werden es nicht viele werden.

Vor dem vielen Wasser das der Himmel heute entlassen hat, sind massenhaft Schnecken auf die Bäume geflüchtet. Die Schnecken lieben zwar viel Feuchtigkeit, sind aber Nichtschwimmer! Nun hat der Regen schon vor einigen Stunden aufgehört und die Schnecken machen sich wieder auf den Weg nach unten.

Cleo wil ganz genau wissen was ich an dem Baum so interessant finde. Mein Interesse an den Schnecken kann er nicht nachvollziehen.

Hunde-Zeit

Mal eine Woche aus dem Alltagsstress ausklinken, intensive gemeinsame Zeit mit seinem Vierbeiner genießen, dabei Erfahrungen austauschen und reichlich dazu lernen, rund um das Thema Hund. 4 Beardie Fans und eine Puli Närrin taten es eine Woche lang. Eine fröhliche Woche, die reichlich neue Erkenntnisse, veränderte Hunde und im Umgang mit ihrem Vierbeiner sicherere Hundehalter brachte.

der Sacktunnel ist für alle Hunde eine Herausforderung

Paula (Arwen) ist überglücklich, dass sie es geschafft hat

selbst der Chaot Jamie (Amstrong) lernte, mit Frauchen prima über den Parcours flitzen

am Longierkreis lernen die Hunde auf ihren Zweibeiner zu achten - hier Balin mit Walter

Jamie schafft es an lockerer Leine mit Frauchen am Kreis zu laufen!

Paula fällt es noch sehr schwer sich auf Frauchen zu konzentrieren

die Pause gehört zum Rhythmus

die drei geschwister auf der Kiste zu positionieren erweist sich als recht schwierig

gescfhafft - Tina (Augustina) Jamie (Amstrong) und Paula (Arwen)

beim gemütlichen Beisammensein wollte Jamie spontan mal ausprobieren, wie es sich so auf dem Schoß sitzt

scheint ihm gemütlich zu sein...

Internationale Hundeausstellung Szczecin 20./21. Juni 2009

Das erste Mal haben wir eine Hundeausstellung im Ausland Besucht. Szczecin ist von uns aus günstig zu erreichen, also machten wir uns auf den Weg. Gleich hinter der Grenze wurde der Autotank preisgünstig gefüllt. Nach kurzer Irrfahrt durch Szczecin hatten wir unser Ziel erreicht. Erkennbar nicht an großzügiger Ausschilderung, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind, sondern an Autos aus denen Hundehalter mit rassigen Hunden aus stiegen. Die Besucherströme waren sehr überschaubar und die Anmeldung stressfrei. Das Feld des Stadions war komplett zugestellt, mit Verkaufsständen, Ringen und Ausstellern. Nicht ganz einfach gestaltete sich die Suche nach dem Ausstellungsring in dem Lena starten sollte. Pünktlich zum Beginn des Richtens waren wir fündig. Viele Hunde verschiedenster Rassen waren vor den gemeldeten zwei Südrussen dran. So konnten wir von den Rängen aus, gemütlich beim Tee, dem Richten der Bearded Collies zuschauen, ohne „Aha Effekt“. Überwiegend sehr farblose, z.T recht kleine, teils puppig frisierte Beardies, nur wenige mit wirklich raumgreifendem Gangwerk.

stolze Gewinnerin mit Cosack Ceasar Belyj Boyar

Inzwischen war auch der zweite Südrusse am Ring erschienen. Ein bäriger, sehr kräftiger schöner Rüde, starke Konkurrenz aus dem Ausstellungsland mit Ringerfahrung. Er präsentierte sich dann locker und souverän. Er ließ sich ohne Scheu von der Richterin überall anfassen, nicht gerade die Regel bei dieser Rasse. Nach seinem Auftritt hatte Lena es schwer. Sie wirkte gegen ihn, wie ein halbes Portiönchen. Es war auch einfach nicht ihr Tag. Sie wollte nicht die Zähne zeigen und das Anfassen durch die Richterin war ihr sehr suspekt. So gewann zurecht der Rüde Cosack Ceasar Belyj Boyar das BOB. Nach der Gratulation zum Gewinn, tauschten wir die Adressen aus, erfuhren, dass er eine A-Hüfte und den Wesenstest bestens bestanden hat. Ein möglichen Deckrüden für Lena zweieinhalb Autostunden entfernt zu kennen, allein dafür hat sich die Reise nach Szczecin gelohnt.

Cosack Ceasar Belyj Boyar - sehr aufmerksam bei seinem Frauchen

Lena - Dozen Roses Adani-Zari - fühlt sich hier nicht wohl im Ring

Lena bekommt ein Exellent, die Bewertung in Polnisch erschließt sich uns nicht

Lena und Frieda als Schulhunde im Einsatz

Die Aufregungen um die Belegung von Trine haben den Einsatz von Lena und Frieda als Schulhund in den Hintergrund treten lassen.

Hundeberufe werden zusammengetragen

Schon am Dienstag, denn 09.Juni 2009 waren beide Hunde an der Nehring-Grundschule im Zentrum Berlins, im Rahmen eines Projekttages im Einsatz.

In der ersten Stunde erarbeiteten die Kinder diverse Hundeberufe, richtiges Verhalten im Fall eines heranstürmenden fremden Hundes wurde erklärt und geübt sowie die richtige Erteilung von Kommandos gezeigt. Natürlich durften alle Kinder der großen Lena ein Leckerchen geben und in das kuschlige weiße Fell fassen. Lena hat sich wieder von ihrer besten Seite gezeigt und sehr artig alle Kommandos der Kinder umgesetzt.

es ist eine Herausforderung für die Kinder, den großen Hund zu füttern

ein "Eisbär" zum kuscheln

keine Angst vor großen Hunden!

Nach einer Pause ging es auf dem Hof weiter. Frieda war nun an der Reihe und Lena durfte sich im Auto erholen. Schnell wurde ein kleiner Parcours aufgebaut. Natürlich wollte Jeder Frieda darüber führen. Bei 17 Kindern ist das aber nicht möglich, schon nach wenigen Durchläufen war Frieda die Überforderung deutlich anzusehen. Um sie zu entlasten, stand sie uns nur noch Modell um den Körperbau des Hundes im Vergleich zu dem des Menschen zu erklären. Die Kinder waren sehr aufmerksam und erstaunt, dass der Hund grundsätzlich genauso gebaut ist wie wir.

aufmerksam und folgsam nimmt Frieda jedes Hindernis

das Vormachen hilft, die schon müdeFrieda zu motivieren

der Tunnel ist Friedas Lieblingshindernis

im "lebenden Ojekt" besprechen wir den Körperbau

die Zähne beeindrucken, besonders weil sie strahlend weiß sind ohne Zähne zu putzen - Woher das wohl kommt?

Es hat geklappt!!!

Balin und Trine nach dem Deckakt - geschafft und zufrieden

Bearded Collie Rüde Balin (Tolkiens Dream Balin) hat heute unsere Bearded Collie Dame Trine (Onyx von den Wald-Geistern) gedeckt. Der 8 jährige Balin durfte zum ersten Mal eine Hündin decken. Ein gesunder Rüde weiß wie das geht, Balin hat seine Sache souverän gemeistert. Trine hat sich widerspruchslos decken lassen. Nun hoffen wir Anfang August auf kleine Trinewelpen.

Balin und Trine standen während des Hängens ganz ruhig, ich halte sie mehr zur eigenen Beruhigung fest

auch Walter freut sich, dass sein Balin seinen ersten Deckakt so toll gemeistert hat

Abschlussprüfungen der angehenden Therapiehunde-Teams

zwar keine Prüfungsaufgabe aber als "Pausenfüller" im Einsatz oft gut zu gebrauchen - kleine Kunststückchen

An diesem Wochenende fanden die Abschlussprüfungen des diesjährigen Frühjahrsseminares statt.

Die schriftliche Prüfung für die Zweibeiner war am Samstag zu schreiben. Beide Teilnehmer haben weit mehr als die nötige Punktzahl erreicht.

Am Sonntag stand die praktische Abschlussprüfung für die Teams auf dem Programm. Die Jugendlichen, die im Haus an der Polz in Seilershof die Grundlagen für ihren Weg zurück ins Leben legen, sind tolle Statisten und Helfer bei der Durchführung der Prüfung.

Die Prüfung findet stets an einem , den Teams völlig unbekannten Ort und mit unbekannten Personen statt.

Beide Teams hatten so ihre Schwächen, haben aber insgesamt die Prüfung bestanden.

Herzlichen Glückwunsch

merkwürdige Dinge passieren in der Prüfung

vor solchen Gestalten sucht Hund vorsichtshalber Schutz hinter Frauchen

das Liegen bleiben im Raum ohne Frauchen findet Yoshi nicht toll, bleibt aber im Kommando

die Vereinnahmung ist nich jeder Hunds Sache

Yoshi ist ein absoluter Kuschelhund, das hier ist im jedoch auch zu viel

auf die Fremdführung hat Shila keinen Bock

Glückliches Ende

Lucy von Syracus

Lucys Läufigkeit kam in die Tage. Wann sie begonnen hatte, darauf konnte ich mich nicht mit Sicherheit festlegen. Der Besuch bei Nachbars Mischling zeigte am Montag, dass sie sich besteigen lässt und steht. Also folgte am Dienstag der Tierarztbesuch um den genauen Zyklusstatus zu ermitteln. Die Analyse der Zellen der Scheidenwand unter dem Mikroskop, ergaben ein eindeutiges Bild, Lucy ist empfängnisbereit. Der Rüde war längst auserkoren und die Absprachen mit der Rüdenbestitzerin getroffen. Weil es nicht einfach ist, einen guten Rüden, der den eigenen Vorstellungen besonders gut entspricht, zu finden, nimmt man weite Wege in Kauf. Die Reise ging also am Dienstag los und begann mit einem gut zwei stündigen Stau. Völlig entnervt, zu später Stunde angekommen, hat der Rüde nur mäßiges Interesse – es ist noch zu früh. Also irgendwo übernachten. Der Volvo ist groß, Matratze, Decken und Kissen waren an Bord, das Quartier ist preiswert und gut. Im Baumarkt gab es ab 8.00 Uhr preiswertes, reichhaltiges Frühstück und eine saubere geräumige Toilette. Mittags waren wir wieder verabredet – das gleiche Ergebnis – immer noch zu früh. Also wieder nach Hause fahren, diesmal zum Glück ohne Stau. Nachmittags die Kinder AG und Abends die Hundegruppe durchführen, die notwendigsten Dinge organisieren und für die Fahrt am nächsten Tag alles vorbereiten. Donnerstag gegen 9:30 Uhr wieder los, zum Glück wieder staufrei. Angekommen, zeigt sich der Rüde sehr viel interessierter. Er besteigt Lucy immer zu, ohne das gewünschte Ergebnis Deckakt. Also wieder vertagt auf den Abend.

Was macht man so in einer fremden Stadt, wenn man viel Zeit hat – Bummeln im Zentrum. Ich bin nervös, das Einkaufen macht keinen Spaß, zum in der Sonne sitzen ist es zu kalt, irgendwie kriege ich die Zeit herum. Im Kaffee des Baumarktes kann man lange ungestört sitzen und Zeitung lesen. So komme ich dazu die neue „Dogs“ vollständig zu lesen. Endlich ist die Zeit zum nächsten Versuch heran. Alle Zeichen sind so, dass es klappen muss. Rüde und Hündin treffen sich, sind äußerst interessiert aneinander, der Rüde steigt auf und sucht und sucht und sucht, immer und immer wieder, bis wir entnervt abbrechen. Noch eimal warten, am Morgen muss es gehen. Also noch eine Nacht im Auto schlafen, an der letzten Hoffnung auf den Versuch am nächsten Morgen festhaltend. Frühstück im Baumarkt – hier kommt man jetzt schon ins Gespräch mit der Verkäuferin. Um 9:00 Uhr letzter Versuch – ohne Ergebnis. Man soll ja nichts unversucht lassen, vielleicht klappt es ja mit einem anderen Rüden. Ich habe Glück und kann mit Lucy zu einem anderen Rüden kommen, der nicht weit weg wohnt. Der Rüde ist sehr begeistert von Lucy, sie von von ihm nicht. Sie beißt ihn äußerst vehement weg. Erschöpft und innerlich leer mache ich mich mit meiner ebenso erschöpften Lucy auf den Heimweg. Trotz Freitagsverkehr nur eine halbe Stunde Stau. Am späten Nachmittag sind wir zu Hause. Ein Termin muss dringend erledigt werden, dann schaffe ich es gerade noch mit Lucy zum Tierarzt. Ich will wissen, warum es nicht geklappt hat. Der Tierarzt zeigt mit die Bilder von den Zellen, ein ganz eindeutiger Befund. Er empfiehlt noch einen Versuch mit einem anderen Rüden. Am Wochenende muss ich Prüfungen ab nehmen, aber Dieter könnte fahren. Also suche ich Rüdenbesitzer im berliner Raum, rufe an und erreiche Frau Gienapp. Nachdem ich ihr die Situation geschildert habe, ist sie bereit einen Versuch zu unternehmen. Als ich Ihr die Eltern von Lucy mitteile, wird sie stutzig. Sie weiß, dass Lucys Mutter sich nicht decken ließ. Meine letzten Fünkchen Hoffnung verfliegen. Außerdem kann sie wegen einer Familienfeier am Samstag nicht... ob wir gleich noch kommen könnten. Es war bereits 21:00 Uhr und bis Groß Kreutz fährt man mehr als eine Stunde. Dieter sagt, wir fahren. Als Lucy merkt es geht wieder los, läuft sie gleich zum Auto und krabbelt in ihre Kiste. Dieter fährt ganz schön schnell. Es ist schon ganz dunkel als wir ankommen, eine Hundemeute empfängt uns mit freudigem Gebell, muss erst wieder eingefangen werden, dann dürfen wir herein. Frau Ginapp sieht sich Lucy an, trägt sie in die gute Stube, wo ihr Racker-Jacky von Preußen schon wartet. Er darf schnuppern und ist begeistert, Lucy nicht so. Schnell bekommt Lucy die Haare an den Hinterläufen zu Zöpfchen gebunden, damit sie beim Deckakt nicht stören. Ich halte Lucy fest, keine drei Minuten und schon ist der Deckakt perfekt. Lucy mault ein wenig herum und sinkt dann in meinen Arm. 20 Minuten hängen die Beiden, dann sind sie wieder frei und Lucy rast wie von der Tarantel gestochen durch das Zimmer. Rcker-Jacker ist die ruhe in Person. Nimmt noch einmal eine Nase voll von Lucy, ist sichtlich zufrieden und lässt sich nieder. Wir sind überglücklich, dass es doch noch geklappt hat und haben wieder reichlich dazu gelernt. Lucy kann sich jetzt erst einmal gründlich ausschlafen und von den Strapatzen erholen. Anfang August erwarten wir die kleinen Ergebnisse der Verpaarung und sind verdammt gespannt darauf.

Lucy sinkt in meinen Arm und ergibt sich der ihr unbekannten Situation

der relaxte Racker-Jacky von Preußen nach dem Deckakt

die "aufgedrehte" Lucy putzt immer wieder an sich herum

Ein ganz großes Dankeschön an Familie Ginapp, für die sehr kurzfristige Bereitschaft, noch dazu zu so später Stunde. Und ein Knuddel an Racker-Jacky für seinen souveränen Einsatz.

Clubsiegerschau des KOC am 31.05.1009

Lena - Dozen Roses Adani Zari

Um Kontakte zum Zuchtverband auf zu nehmen und in der Hoffnung, Südrussische Owtscharkas zu sehen, entschieden wir uns Lena auf einer Clubausstellung auszustellen.

Die Rasse Südrussischer Owtscharka ist dem Zuchtverband „Kaukasischer Owtscharka Club e.V.“ , Mitglied im VDH, angegliedert. Unter dem Dach des VDH existieren für jede Rasse ein bis mehrere Zuchtverbände. Um Ahnentafeln für Welpen zu bekommen muss man Mitglied in einem entsprechenden Zuchtverband sein, die Hündin mehrfach ausstellen, je nach Rasse diverse vorgeschriebene Untersuchungen machen und die Hündin von einem Spezialrichter ankören lassen. Das gleiche gilt natürlich für Rüden. Der Zuchtverband nimmt die Zuchtstätte ab, d.h. er gibt nur die Erlaubnis zur Zucht, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Außerdem wird der Wurf innerhalb der ersten 3 Wochen nach dem Werfen und vor der Abgabe der Welpen vom Zuchtwart begutachtet. Dieser Aufwand ist nicht nur Zeit- sondern auch Kostenintensiv. Das schlägt sich zwangsläufig im Preis der Welpen nieder. Dafür haben Welpenkäufer die Gewähr, dass ihr junger Hund von gesunden Elterntieren stammt, dass die Aufzucht der Welpen unter hundgerechten Bedingungen von fachlich kompetenten Züchtern erfolgt, denn Züchterschulung und jährliche Weiterbildung sind in fast allen dem VDH angeschlossenen Zuchtverbänden inzwischen Pflicht.

Einlauf in den Ring

auf die richtige Geschwindigkeit kommt es an

Lena steht perfekt

Nach schier endloser Fahrt über die Dörfer, fanden wir den Sportplatz in Küsten. Am dort herrschenden Flair war sofort zu erkennen, dass hier die Hundeausstellung ist. Gerade wollte ich mich in die Schlange der Wartenden am Anmeldetisch einreihen, da teilt der Herr hinterm Tisch seiner Helferin mit: "der Südrusse ist die Nummer eins", und schon hatte ich meine Papiere und die Gewissheit, dass wir wieder einmal den einzigen Vertreter der Rasse am Ort hatten – schade.

Zur Ausstellung gemeldet waren 35 Kaukasen und 1 Südrusse.

Unter den Augen sehr interessierter und begeisterter Zuschauer und Züchter lief Dieter mit Lena seine Runden. Lena hatte reichlich Stress im Ring, den es war sehr unruhig außerhalb des Ringes . Die vielen auf sie gerichteten Blicke taten ein übriges. Aber Beider Ausstellungsroutine war deutlich zu sehen. Dieter führte Lena perfekt vor. Lena erhielt ihr V1 und BOB (Rassebeste = best of breed), dann hatten wir lange Pause. Am Ende jeder Ausstellung wird der beste Hund der Ausstellung (BIS = best in show) unter den Besten aller ausgestellten Rassen gewählt. Außerdem gibt es die Urkunden und Bewertungen erst am Ende der Show.

Dicht am Ring waren unter einem großen Zeltdach Tische und Bänke aufgestellt. Hier fanden wir gut Platz, zum zuschauen, essen und trinken sowie nette Gesprächspartner. So erfuhren wir, dass die Kaukasen-Züchter den Südrussen für viel "gefährlicher" hielten als den Kaukasen, die Südrussen-Züchter aber behaupten der Kaukase wäre viel "gefährlicher"???

Bei manch einem Kaukasen-Führer hätte ich mir einen respektvolleren und souveräneren Umgang mit seinem Vierbeiner gewünscht. Auch die imposanten Kaukasen sind immer so nett und sozial wie ihr jeweiliger Zweibeiner es sie lehrt bzw. er sie behandelt.

zum Endausscheid noch einmal laufen im Ring

die Besten der Show

Am Ende wurde ein Kaukase „best in show“.

Es war ein netter Tag, wir haben wieder viel gelernt, neue interessante Hundemenschen kennen gelernt, mein Mitgliedsantrag beim KOC ist geschrieben und wir wissen wie und wann wie Lena zur Zucht zulassen können.

Weitere Infos zum Club unter:  www.koc-ev.de