Die Havaneser Z-Welpen sind da

Die Havaneser Z-Welpen sind heute geboren. Hier sind sie schon trocken.

In der Nacht, in der tiefsten Tiefschlafzeit, werde ich dann doch irgendwie wach durch Pinas Hecheln und unruhiges hin und her Laufen. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 1:38 Uhr. Erster Impuls – Nöööö.

Das heftige Hecheln und ständige Herumlaufen treibt mich dann doch hoch…Die Vorgeburtsphase hat begonnen. Die Literatur gibt dafür im Durchschnitt 6 – 12 Stunden an. Ich selbst habe schon erlebt von quasi keiner bis 16 Stunden beim Wurf meiner Südrussischen Owtscharka Hündin. Diese wollte noch dazu am liebsten die ganze Zeit auf meinem Schoß sitzen. Eine wirklich nicht zu vergessende Geburt.

Typisch für die Vorgeburtsphase ist ,neben dem heftigen Hecheln, eine große Unruhe, ein großes Scharrbedürfnis und der immer häufiger werdende Drang Urin und Kot abzusetzen. Also bei gefühlt eisigen Temperaturen mit Pina aus, wieder rein, wieder raus, wieder rein u.s.w.u.s.f.

Gegen 6 Uhr stellt sich dann mein Biorhythmus auf Morgen und Kaffee trinken ein. Dann wird es leichter.

Weil Mensch nie weiß wann der erste Welpe erscheint, versuche ich die Hündin ständig zu bewachen. Das restliche Rudel will aber auch beachtet werden, Kaninchen Oskar hat Hunger und die Hühner wollen aus dem Haus, die Hunde ihr Frühstück. Ich bin im Konflikt und gestresst. Pina macht ihr Ding und lässt sich Zeit.

Kaffee, Tee und wieder Kaffee sind getrunken, Punkt 12 Uhr erscheint der erste Welpe. Große Erleichterung bei mir.

Dann kurze Gartenrunde mit den Hunden. Selma ist langfweilig und dreht voll auf im Unsinn machen. Schnell wieder rein um beim Erscheinen des zweiten Welpen dabei zu sein denn Pina macht die Fruchthülle nicht auf. Die Welpen bekommen dann leicht Fruchtwasser in die Atemwege.

Eineinhalb Stunden lässt sie mich warten. Dann kommt ein zweiter Rüde. Eine weitere Stunde später eine Hündin. Und nun? Der Bauch fühlt sich leer an. Pina ist unruhig und leckt immerzu wild an ihrer Vulva. Ich warte…

Nach längerem Warten wische ich die Vulva vorsichtig ganz sauber. Mit meiner Lesebrille ausgestattet sehe ich eine zerfledderte Nabelschnur heraushängen. Gefühlvoll ziehe ich daran, stets auf Pinas Reaktion achtend, ziehe ich letztendlich ein Nachgeburt heraus. Ehe ich mich versehen kann hat Pina sie geschnappt und verspeist sie in Sekunden schnelle. Dann entspannt sie sich. Die Geburt ist beendet. Bei mir Erleichterung und große Erschöpfung.

„Nur“ 3 Welpen, aber, viel wichtger, alle gesund und munter und Mama Pina geht es gut. Es sind schöne Welpen und Pina hat das prima gemacht. Ich bin dankbar dafür.